Forschungsprojekt für Bienengesundheit gestartet

In Wien wurde die Initiative mit dem Titel „Zukunft Biene – Grundlagenforschungsprojekt zur Förderung des Bienenschutzes und der Bienengesundheit“ präsentiert.

In Österreich gibt es rund 25.000 Imker mit in Summe rund 377.000 Bienenvölkern. Gesunde, leistungsfähige Bienen sind sowohl für die Imkerei als auch für die Landwirtschaft unverzichtbar. Deshalb wird unter der Leitung von Univ. Prof. Karl Crailsheim von der Universität Graz und seinem Forscherteam im Rahmen des Forschungsprojektes gemeinsam mit den WissenschafterInnen des Wegenerzentrums in Graz, und der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) den komplexen Fragestellungen nach Bienenschädigungen und deren Ursachen nachgegangen. Es sollen Maßnahmen auf allen Einflussebenen konzipiert werden.

Das Forschungsprojekt wird Augenmerk auf die unterschiedlichen Problemfelder der Bienengesundheit legen: Wintersterblichkeit, epidemiologische Untersuchungen zur Wintersterblichkeit, Ursachenforschung zu Völker- und Bienenverlusten, individuelle Schadtoleranz und Trachtpflanzendiversität. Darüber hinaus wird internationale Systemerkundung und internationaler Informationsaustausch betrieben. Die Ergebnisse sollen Grundlage für eine weitere Verbesserung der Situation der Honigbiene sein und eine wissenschaftliche Grundlage für weitere Diskussionen darstellen.

Die ImkerInnen Österreichs sorgen mit Ihren Honigbienen neben der Produktion hochwertiger Bienenprodukte für die Bestäubung der Wildpflanzen und vieler landwirtschaftlicher Kulturpflanzen. Damit die Honigbiene diese unersetzbare Ökosystemleistung auch zukünftig der Gesellschaft gratis zur Verfügung stellen kann, ist eine bienenfreundliche Kulturlandschaft Voraussetzung.

Das Forschungsprojekt, das 2017 abgeschlossen sein soll, wird vom BMLFUW, den Bundesländern und „Biene Österreich“ finanziert und kostet inklusive Eigenleistung der AuftragnehmerInnen rund 2,4 Millionen Euro.

Veröffentlicht am 16.02.2015, BMLFUW Öffentlichkeitsarbeit