Entwicklung von LIFE

1992 wurde LIFE I (1992-1995) ins Leben gerufen. Es folgten LIFE II (1996-1999), LIFE III (2000-2006) und LIFE+ (2007-2013). Das aktuelle Programm  ist LIFE 2014-2020.

Vorgänger von LIFE waren die Finanzierungsinstrumente ACE (Actions by the Community relating to the Environment) 1984-91 und ACNAT (Actions by the Community for Nature) 1991-92.

 
Durch diese Finanzierungsinstrumente wurden vor allem Maßnahmen zur Umsetzung der Vogelschutz-Richtlinie (Richtlinie 79/409 EWG) gefördert. 
 
Als 1992 die Richtlinie zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume und der wildlebenden Tier- und Pflanzenarten oder Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (Richtlinie 92/43 EWG) in Kraft trat, wurde LIFE I ins Leben gerufen.

LIFE I hatte ein Budget von €400 Millionen für die Laufzeit von 1992-1995. Eine der fünf Prioritäten war der Schutz von Lebensräumen und Arten, mit dem Ziel, zur Umsetzung der FFH- und der Vogelschutz-Richtlinie beizutragen.

1996 startete LIFE II mit einem Budget von €450 Millionen, wovon bereits fast die Hälfte in LIFE Natur-Projekte floss. Unter LIFE I und Life II wurden europaweit mehr als 300 Naturschutzprojekte gefördert.


LIFE III (2000-2004) umfasste für den Bereich Natur ein Finanzvolumen €300 Millionen, im Bereich LIFE-Umwelt weitere €300 Millionen und für Projekte in Drittländern €40 Millionen. Das bedeutet, dass pro Jahr rund €80 Millionen an LIFE-Fördermitteln als finanzieller Beitrag der Gemeinschaft zu Naturschutzprojekten zur Verfügung standen.  

Die LIFE+ Verordnung 2007-2013.  LIFE+ war ein komplementäres Förderinstrument zu Strukturfonds (EFRE), Ländlicher Entwicklung und Fischereifonds sein. LIFE+ umfasst drei Teilbereiche: Natur und Biologische Vielfalt, Umweltpolitik und Verwaltungspraxis,Information und Kommunikation.

Das Nachfolgeprogramm von LIFE+  ist LIFE 2014-2020. Neu im aktuellen LIFE-Programms sind:

  • die Aufstellung eines neuen Teilprogramms für Klimapolitik;
  • klarere Definition der Prioritäten mit mehrjährigen Arbeitsprogrammen, die in Absprache mit den Mitgliedstaaten aufgestellt werden.
  • Es gibt die Möglichkeit größere Programmen durchzführen: Diese "integrierten Projekte" können dazu beitragen, EU-, einzelstaatliche und privatwirtschaftliche Mittel für Umwelt- und Klimaziele zu mobilisieren.

Das Teilprogramm Umwelt unterstützt Maßnahmen in den Handlungsfeldern:

  • "Umwelt und Ressourceneffizienz"
    innovativere Lösungen für eine bessere Durchführung der Umweltpolitik und Einbeziehung von Umweltzielen in andere Bereiche;
  • "Biodiversität"
    Entwicklung von bewährten Verfahren zur Eindämmung des Verlusts an Biodiversität und zur Wiederherstellung von Ökosystemdienstleistungen (Hauptschwerpunkt weiter auf der Unterstützung der Natura-2000-Gebiete) 
  • "Verwaltungspraxis und Information im Umweltbereich"
    Förderung der Weitergabe von Wissen, der Verbreitung von bewährten Verfahren und einer besseren Einhaltung der Vorschriften sowie Sensibilisierungskampagnen.

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Kontakt (EU)
LIFE

Environment Directorate-General
European Commission
DG ENV.E.3
B-1049 Brussels

Kontakt (Österreich)

BMLFUW
Abt. I/8

MR DI Dr. Gerhard Schwach
Stubenbastei 5
1010 Wien
 

 

Veröffentlicht am 24.11.2015, Abteilung I/8 - Nationalparks, Natur- und Artenschutz