vielfaltleben-Gemeinde-Champion 2014

Ende Oktober wurden im Umweltministerium die engagiertesten Naturschützer, der vielfaltleben-Gemeinde-Champion 2014 gekürt.

Frau Müller aus Klaffer im Mühlviertel trägt ab sofort den Titel „vielfaltleben-Champion“. Nachdem die Entscheidung der Jury so schwer war, vergab sie noch drei weitere Sonderpreise.

Vielfalt ist Leben – eine intakte und artenreiche Natur ist die Grundvoraussetzung dafür.

Viele Menschen setzen sich deshalb für biologische Vielfalt ein und bringen auch andere zum Umdenken. Im Rahmen der vielfaltleben-Kampagne des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) wurde gemeinsam mit Gemeindebund und Naturschutzbund der vielfaltleben-Champion 2014gesucht.

„Gerade der Einsatz jedes Einzelnen ist es, worauf es ankommt, wenn wir unsere großartige Natur in ihrer Vielfalt bewahren wollen. Deshalb freut es mich besonders, mehreren dieser Personen heute danken zu können“, betonte Umweltminister Andrä Rupprechter bei der Preisverleihung.

Für den vielfaltleben-Champion konnten Personen nominiert werden, die sich in außergewöhnlichem Maße für die Natur und die Artenvielfalt einsetzen.Jene, die beispielsweise im Frühjahr tausende Amphibien über die Straße tragen, Hecken für Vögel und Kleinsäuger pflanzen, Infoveranstaltungen zum naturnahen Gärtnern organisieren oder mit Kindern Nisthilfen für Insekten basteln. Dieser besondere Einsatz ist ein ganz wesentlicher Beitrag für den Erhalt der Vielfalt in der Natur – er ist jedoch nicht selbstverständlich.

„Die Jury hatte eine wirklich Entscheidung zu treffen, denn jede Person hat durch ihre Aktivitäten begeistert. Der eigentliche Gewinner ist ja die Natur, deshalb gebührt allen engagierten Naturschützern unser besonderer Dank!“, so Naturschutzbund-Präsident Roman Türk.

vielfaltleben-Champion 2014 kommt aus Oberösterreich

Die Oberösterreicherin Waltraud Müller ist für ihr besonderes Engagement für den Erhalt der österreichischen Artenvielfalt zur Siegerin gewählt worden. Die ausgebildete Natur- und Landschaftsführerin sowie Kräuterpädagogin führt ehrenamtlich den größten Kräutergarten Österreichs. Darüber hinaus reaktivierte sie eine aufgelassene Kleinlandwirtschaft und führt diese nun als Biobetrieb. „Natur zum Begreifen“ ist dabei ihr Motto: Auf kleinem Raum befinden sich verschiedene Biotope und Lebensräume, die die Artenvielfalt bei Pflanzen und Tieren fördern. Heimische Wildgehölz-Hecken, ein Wildobstgarten, eine Streuobstwiese, Schautafeln und Beschilderungen verdeutlichen den Besuchern die Wichtigkeit der unterschiedlichen Pflanzen- und Tierarten für ein ökologisches Gleichgewicht.

Ein Sonderpreis ging an Wolf Kunnert aus Mittersill in Salzburg für seinen intensiven Einsatz für Moore in den Alpen, allen voran jene im Pinzgau. Karl Mitterer aus Tattendorf in Niederösterreich wurde mit einem Sonderpreis für seine Vielfaltsflächen und die damit verbundene Arbeit für Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung ausgezeichnet. Für die Anlage von mehr als 50 Amphibienlaichgewässern sowie umfangreiche Informationstätigkeit über den Wert der Amphibien erhielt der als „Froschkönig“ bekannte Martin Pfeil aus Peilstein in Oberösterreich den dritten Sonderpreis.

Der vielfaltleben-Champion eine Auszeichnung der Kampagne vielfaltleben für besondere Verdienste um die Artenvielfalt auf lokaler Ebene. Der Preis wurde 2010 – im Internationalen Jahr der Biodiversität – zum ersten Mal verliehen. Alle zwei Jahre wird seither der Preis vom BMLFUW, Gemeindebund und Naturschutzbund ausgeschrieben.

Mehr Informationen und Bilder finden Sie auf der Naturschutzbund-Website.

Veröffentlicht am 15.04.2015, Abteilung I/3: Umweltförderpolitik, Nachhaltigkeit, Biodiversität