Die Allgemeine Strahlenschutzverordnung

Diese Verordnung  regelt  den Umgang mit Strahlenquellen

Die Allgemeine Strahlenschutzverordnung (AllgStrSchV) regelt auf Basis des Strahlenschutzgesetzes den Umgang mit Strahlenquellen und die Maßnahmen zum Schutz vor ionisierenden Strahlen.

Umsetzung der Richtlinie 2009/71/EURATOM des Rates:

Mit der Novelle der AllgStrSchV (BGBl II Nr 76/2012) wurde in erster Linie die „Richtlinie 2009/71/EURATOM des Rates vom 25. Juni 2009 über einen Gemeinschaftsrahmen für die nukleare Sicherheit kerntechnischer Anlagen“ in nationales Recht umgesetzt. Aufgrund des Bundesverfassungsgesetzes für ein atomfreies Österreich, bestand ein Umsetzungsbedarf lediglich hinsichtlich „Forschungsreaktoren“.  Dementsprechend sieht die AllgStrSchV Regelungen bezüglich der Standortsuche und Auslegung sowie hinsichtlich periodischer Sicherheitsüberprüfungen und der Stilllegung derartiger Anlagen vor.

Die weiteren Änderungen umfassen im Wesentlichen folgende Inhalte:

  • Überarbeitung der Ausnahmen von der Bewilligungs- bzw. Meldepflicht
  • neue Regelungen für die Einstufung von beruflich strahlenexponierten Personen in die Kategorie A oder B
  • Neuregelungen für den Zutritt von betriebsfremden Personen zu Strahlenbereichen
  • Behördliche Anerkennung von Strahlenschutzausbildungen
  • Harmonisierung und Zusammenführung von diversen Bestimmungen wie zB Meldungen an die Zentralen Strahlenschutzregister

Umsetzung der EU-Abfall-RL:

Aufgrund der Umsetzung der EU-Abfall-RL „Richtlinie 2001/70/EURATOM über einen Gemeinschaftsrahmen für die verantwortungsvolle und sichere Entsorgung abgebrannter Brennelemente und radioaktiver Abfälle“ wurden mit der Novelle (BGBl. II Nr. 22/2015) zusätzliche Verpflichtungen für den Betreiber einer Entsorgungsanlage aufgenommen (link).

 

Für Unternehmen gibt es speziell aufbereitete Infos im Unternehmensserviceportal

Veröffentlicht am 24.04.2015, Abteilung I/7 - Strahlenschutz