Hochwasserschutz für Waidhofen an der Thaya

Die Hochwasserkatastrophe 2002 war ausschlaggebend für die umfangreichen Hochwasserschutzmaßnahmen für die Stadt Waidhofen an der Thaya.

Voraussetzung für die Schaffung eines Hochwasserschutzes für die Stadt war die Hochwasserentlastung in das Unterwasser der Nathanwehr mittels Flutmulden über die Nathanwiese und das Manzareal. Dies bedingte die Schleifung der gesamten bebauten Fläche des Manzarelas von ca. 4.400 m2. Nach langwierigen Verhandlungen zwischen der Stadtgemeinde und Grundeigentümern konnte 2011 eine Einigung erzielt werden.

Die gegenständliche Hochwasserschutzmaßnahme an der Thaya beruht auf einer Abflussuntersuchung für die Deutsche Thaya aus dem Jahre 2007, die aufgrund der verheerenden Hochwasserkatastrophe vom August 2002  (ein mehr als 100-jährliches Extremereignis) erstellt worden ist.

2008 wurde für die Stadtgemeinde Waidhofen an der Thaya eine schutzwasserwirtschaftliche Grundsatzstudie und 2011 das Einreichprojekt erstellt. Für den Abflussbereich der Stadt Waidhofen an der Thaya wurden insgesamt 2 Bauabschnitte (BA) (Stadtbereich Waidhofen [BA 1] und nördlich davon [BA 2, in Planung]) vorgesehen.

Die Projektskosten  belaufen sich auf 3,800.000  €;  hievon  werden 40 %, d.s. 1,520.000 € vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft finanziert.

Nach Umsetzung der schutzwasserbaulichen Maßnahmen ist Waidhofen an der Thaya mit 88 Objekten (Altbestand) gegenüber einem Hochwasserereignis mit hundertjährlicher Auftretenswahrscheinlichkeit geschützt. Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Schutzwasserbaumaßnahme wurde durch eine Kosten-Nutzen-Untersuchung belegt.

Veröffentlicht am 26.08.2016, Schutzwasserwirtschaft (Abteilung IV/6)