Eröffnung HWS Gerersdorf-Sulz

Ziel der Hochwasserrückhaltemaßnahmen ist es, das Gemeindegebiet Gerersdorf-Sulz vor einem 100-jährlichen Hochwasserereignis (HQ100) zu schützen.

Bei mehreren Hochwasserereignissen in den letzten Jahrzehnten kam es in der Gemeinde Gerersdorf-Sulz zu weiträumigen Überschwemmungen, insbesondere in den Ortschaften Sulz und Rehgraben. Besonders betroffen waren Infrastruktureinrichtungen und bebautes Siedlungsgebiet.

Die Gemeinde Gerersdorf-Sulz entschloss sich daher, zunächst eine Studie für den Hochwasserschutz ausarbeiten zu lassen, welche im Juni 2003 fertiggestellt wurde.

Darauf aufbauend wurde seitens der Gemeinde Gerersdorf-Sulz in Zusammenarbeit mit der örtlichen Bundeswasserbauverwaltung und den beauftragten Projektanten ein Einreichdetailprojekt für Hochwasserrückhaltebecken und Linearmaßnahmen am Rehgraben und Sulzbach und den Zubringern zum Schutz der Ortsgebiete Sulz, Rehgraben und Gerersdorf erarbeitet, welches 2006 zu dem Ergebnis führte, dass die Kombination von Rückhaltebecken und linearen Hochwasserschutzdämmen die wirkungsvollste und wirtschaftlichste Lösung darstellt.

Die Gesamtkosten für Planung und Errichtung der Hochwasserschutzanlagen belaufen sich auf  995.000 €. Von diesen Gesamtkosten übernimmt das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft 45%.

 

In den Jahren 2010/11 wurden zunächst das Hochwasserrückhaltebecken „Sulzbach“ und der Schutzdamm für die Mineralwasseranlage „Vitaquelle“ in Sulz errichtet. Die Realisierung des Beckens „Rehgraben“ erfolgte in den Jahren 2011/12.

Am Zubringer zum Sulzbach wurde in den Jahren 2014/15 das Rückhaltebecken „Zubringer 1“ errichtet.

Im Jahr 2016 konnten die umfassenden Hochwasserschutzmaßnahmen für die Marktgemeinde Gerersdorf-Sulz in diesem Bereich abgeschlossen werden.

Veröffentlicht am 14.09.2016, Abteilung IV6