Internationale Gewässerschutzkommission für den Bodensee, 9. und 10. Mai 2016, Tagung in Bad Horn im Thurgau

Die Internationale Gewässerschutzkommission für den Bodensee (IGKB) hielt am 9. und 10. Mai 2016 ihre Jahrestagung in Bad Horn im Thurgau ab.

Eine Auswertung der Kommission zeigte, dass unter dem Motto „Mehr Natur statt Beton am Bodenseeufer“ in den letzten fünf Jahren etwa 1,4 Kilometer Bodenseeufer renaturiert und damit ökologisch aufgewertet wurden.

Der österreichische Delegationsleiter Elmar Zech betonte als diesjähriger Vorsitzender der Kommission „Das ist eine sehr erfreuliche Entwicklung, die uns zeigt, dass alle Staaten rund um den See Interesse an der Aufwertung des Seeufers haben“.

In Baden-Württemberg wurden bedeutsame Maßnahmen zur ökologischen Verbesserung des Seeufers in Hagnau, Ludwigshafen, Radolfzell, Wangen und Friedrichshafen-Seemoos, im Schweizer Kanton Thurgau in Egnach und in Vorarlberg in Bregenz durchgeführt.

Der Klimawandel und andere Einflüsse fordern den See zunehmend. Die IGKB hat daher ein Untersuchungsprogramm zur Resilienz des Bodensees beschlossen. Mit Resilienz wird die Fähigkeit eines Systems bezeichnet, von außen kommende Störungen zu verkraften und sich so an sie anzupassen, dass es weiter funktioniert. Es findet eine Vernetzung von relevanten Universitäten und Forschungseinrichtungen rund um den See statt. So sollen die EAWAG, die Universität Konstanz und die weiteren Forschungsstellen zu einer verstärkten Zusammenarbeit eingeladen werden. Eine Kooperation mit internationalen Organisationen wird ebenso angestrebt. Die IGKB erwartet sich durch die Untersuchungsergebnisse größere Sicherheit bei der Einschätzung langfristiger Veränderungsprozesse und der Beurteilung von Nutzungen.

 

Veröffentlicht am 20.05.2016, Nationale und internationale Wasserwirtschaft (Abteilung IV/3)