Infoabend „Klimawandel im Donauraum“

Am Montag dem 9. Oktober 2017 versammelten sich über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer – Expertinnen und Experte und Interessierte – im Haus der Europäischen Union, um einen Abend dem Thema Klimawandel im Donauraum zu widmen.

Anlass des Abends war die heurige Präsidentschaft der Europäischen Kommission in der Internationalen Kommission zum Schutz der Donau (IKSD). Nach einer kurzen Vorstellung der IKSD durch den Präsidenten Peter Gammeltoff zeigte das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt- und Wasserwirtschaft die Siegerprojekte des Danube Art Masters 2017 und künstlerische Wasser-Videos, die in Zusammenarbeit mit der Universität für angewandte Kunst entstanden sind.

Der anregende Impulsvortrag von Prof. Dr. Wolfram Mauser bildete den Übergang für die abschließende Podiumsdiskussion, in der die Probleme der Anpassungsstrategien im Donauraum reflektiert wurden.

Die Kernaussagen der klimatischen Veränderungen mit ihren Auswirkungen auf die Donau können wie folgt zusammengefasst werden:

  • Die Erwärmung der Wassertemperatur zwischen 0,3 – 0,5°C pro Dekade ist bereits eingetreten.
  • Verlagerung der Hoch- und Tiefdruckgebiete; die Donau bildet so die Grenze zwischen dem trockenen Süden und dem feuchter werdenden Norden.
  • Deutliche Niederschlagsabnahme im Sommer und Zunahme im Winter.
  • Verringerung des Abflusses in den Trockenperioden (Auswirkungen auf Wasserkraft, Schifffahrt, etc.)

Dabei gilt es nicht den Klimawandel abzuwenden, sondern vielmehr, einen breit abgestimmten Zugang  mit dem Trend der Donau in ein mediterranes Gewässer zu finden. Die Folgen betreffen nicht nur die Donau selbst und ihre Flora und Fauna, sondern auch Landwirtschaft (Bewässerung) und die Bevölkerung (z.B. Hochwasser). Sie können nur durch eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit und gemeinsam abgestimmte Maßnahmen bewältigt werden. Die IKSD bietet dazu eine hervorragende Plattform.

Veröffentlicht am 10.10.2017, Sektion Wasserwirtschaft