LIFE+ Maßnahme startet in Amstetten

Die größte Maßnahme des LIFE+ Projekts „Mostviertel-Wachau“ startet. Dabei wird der Ybbsfluss umgebaut, um eine Naherholung zu ermöglichen und ökologische Maßnahmen umzusetzen.

Das laufende LIFE+ Projekt „Mostviertel-Wachau“ hat ökologische Verbesserungsmaßnahmen zum Ziel, wobei erstmals in der Niederösterreichischen Erfolgsgeschichte von LIFE Projekten die Ybbs im Raum Amstetten ein Thema ist. Ziel des vom Ministerium maßgeblich kofinanzierten LIFE+ Projektes ist es, die strukturellen Belastungen an der Ybbs zu beseitigen und so den guten ökologischen Zustand wieder herzustellen. Es können mit diesen Maßnahmen die Gewässer wieder als Lebensraum für Mensch und Natur zurückgewonnen werden. Bis 2015 stellt das Ministerium für die Umsetzung derartiger ökologischer Maßnahmen an Österreichs Flüssen insgesamt 140 Mio. Euro zur Verfügung.

Die größte LIFE+ Maßnahme wird nun im Bereich des Ybbsknies in der Stadt Amstetten umgesetzt. Ziele sind die Herstellung der Fischpassierbarkeit sowie die ökologische Aufwertung des Flussabschnitts durch Anlage von Strukturen. Dazu wird im Raum Allersdorf rechtsufrig ein großzügiger Nebenarm im Auwald wiederhergestellt. Dadurch wird dem Ybbsfluss eine dynamische Entwicklung mit Steil- und Flachufern ermöglicht. Solche Zonen werden auch an ausgewählten Ufern durch Rückbau der Steinwürfe ermöglicht. Zusätzlich werden zwei große Sohlrampen fischpassierbar gemacht. Damit nicht nur seltene Arten des Flusses sondern auch typische Aubewohner wie beispielsweise Amphibien von den Maßnahmen profitieren, werden Stillgewässer angelegt.

In Summe sollen die Verbesserungen einer Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten zu Gute kommen, wobei das Hauptaugenmerk auf gefährdeten Arten liegt. Am linken Ufer wird die Zugänglichkeit zum Fluss für die Bevölkerung verbessert und so die Naherholung in der Stadt gefördert werden.

Im Zuge des LIFE+ Projekts sind in Winklarn und Hausmening bereits große Nebenarm-Projekte am Ybbsfluss fertig gestellt worden. Der Projektpartner „Stadtwerke Amstetten“ baute bei der Wehranlage Greinsfurth eine der größten Fischwanderhilfen Österreichs. Besonders erfreulich ist, dass im Vorjahr bereits der Aufstieg von 5 kapitalen Huchen festgestellt wurde. Am 12. April fand eine Bürgerinformation anlässlich des Baubeginns statt.

Veröffentlicht am 20.02.2014, Abteilung IV/7 - Siedlungswasserwirtschaft