Neuer Finanzausgleich sichert Mittel für Siedlungswasserwirtschaft bis 2021

Der neue Finanzausgleich verschafft der Siedlungswasserwirtscahft Mittel in Höhe von 80 Millionen Euro pro Jahr bis 2021.

Die Versorgung der Bevölkerung mit hygienisch einwandfreiem Trinkwasser und die ordnungsgemäße Entsorgung der anfallenden Abwässer sind ein zentraler Bereich der Daseinsvorsorge und bilden damit die Grundlage für ein lebenswertes Österreich.

Dementsprechend wird die Errichtung der notwendigen Infrastruktur in diesem wichtigen Bereich der Daseinsvorsorge seit Jahrzehnten forciert und maßgeblich vom BMLFUW gefördert. Auch wenn der Ausbau der Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung in Österreich bereits weit fortgeschritten ist, besteht nach wie vor ein umfangreicher Handlungsbedarf. Neben der Ersterschließung des ländlichen Raums gilt es den hohen Standard der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung durch geeignete Instandhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen langfristig zu erhalten.

Nach positiver Behandlung in der Kommission Wasserwirtschaft konnten wieder 1.064 Projekte in der Siedlungswasserwirtschaft mit einem Förderungsbarwert von knapp 59,4 Millionen Euro durch den Herrn Bundesminister finanziell unterstützt werden.

Ermöglichte Projekte durch die Förderung:

Der Abwasserverband Stögersbachtal in Burgenland investiert rund 2,5 Mio. Euro in die Erweiterung, Sanierung und Anpassung an den Stand der Technik der Kläranlage Wolfau. Mit dieser Investition wird wieder ein wichtiger Beitrag zur Erreichung höchster Reinigungsstandards zum Schutz der heimischen Fließgewässer geleistet.

3 Millionen Euro fließen in Kärtnen beispielsweise in die Sanierung der Kanalisation in der Stadt Villach. In der Gemeinde Krems wird für rund 2 Mio. Euro ein weiterer Bauabschnitt der Ortskanalisation mit einem Anschluss an den Abwasserverband errichtet. Dabei werden 97 Objekte mit 650 Einwohnerwerten erstmalig abwassertechnisch erschlossen.

Durch Investitionen in Niederösterreich von ca. 1 Mio. Euro in die Sanierung des Kanalnetzes setzt die Stadtgemeinde Stockerau  wichtige Maßnahmen für dessen Erhalt um. Dabei kommen moderne Kanalsanierungsmethoden wie das sogenannte Schlauchlining oder die unterirdische Robotersanierung zum Einsatz.

Knapp 2 Millionen Euro fließen in Oberösterreich beispielsweise in die Sanierung der Kanalisation der Stadtgemeinde Bad Ischl. Ein weiteres Beispiel ist die Erstellung eines Leitungsinformationssystems für Wasserleitungen in der Marktgemeinde Schlüßlberg. Die Kosten dieses Projektes betragen ca. 200.000 Euro.

In Salzburg fließen 2,4 Millionen Euro beispielsweise in die Sanierung der Kanalisation und Wasserleitungen in der Stadt Bishofshofen. Zusätzlich wird hier auch ein Leitungsinformationssystem für die bestehenden 44 km Kanallängen mit Kosten von rund 440.000 Euro implementiert.

In der Steiermark investiert der Wasserverband Umland Graz geschätzte 3,5 Mio. Euro in die Errichtung eines zusätzlichen Hochbehälters mit einer Speicherkapazität von 5.000 m3 sowie in die erforderliche Zubringerleitung, um die Versorgung der Mitgliedsgemeinden mit ausreichend einwandfreiem Trinkwasser auch in Zukunft gewährleisten zu können.

In Tirol fließen knapp 230.000 Euro beispielsweise in die Erweiterung der  der Abwasserreinigungsanlage der Ansbacher Hütte. Ein weiteres Beispiel ist die Erstellung eines Leitungsinformationssystems für Wasserleitungen und Kanäle in der Gemeinde Lans. Die Kosten dieses Projektes betragen ca. 300.000 Euro.

In Vorarlberg fließen rund drei Millionen Euro beispielsweise in die Anpassung und Erweiterung der Kläranlage des Abwasserverbandes Region Bludenz. Ein weiteres Beispiel ist die Erweiterung und Sanierung der Wasserleitungen in der Gemeinde Gaschurn. Die Kosten dieses Projektes betragen eine Mio. Euro.

In der Stadt Wien werden unter anderem rund 3 Mio. Euro in Sanierungen von bestehenden Wasserleitungen investiert, um auch zukünftig die Versorgungssicherheit mit bestem Trinkwasser gewährleisten zu können.

Veröffentlicht am 25.11.2016, Siedlungswasserwirtschaft (Abteilung IV/7)