Investitionen in unsere Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung

Von der Kommission Wasserwirtschaft wurden knapp 22,3 Mio. Euro an Förderungen für Projekte der Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung genehmigt.

Die Versorgung der Bevölkerung mit hygienisch einwandfreiem Trinkwasser und die ordnungsgemäße Entsorgung der anfallenden Abwässer haben in Österreich eine lange Tradition und bilden eine der wichtigsten Grundlagen für die Lebensqualität und den Wohlstand in allen Regionen Österreichs.

Dementsprechend wird die Errichtung der notwendigen Infrastruktur in diesem wichtigen Bereich der Daseinsvorsorge seit Jahrzehnten forciert und maßgeblich vom Bund gefördert. Auch wenn der Ausbau der Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung in Österreich bereits weit fortgeschritten ist, besteht nach wie vor ein umfangreicher Handlungsbedarf. Neben der Ersterschließung des ländlichen Raums gilt es den hohen Standard der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung durch geeignete Instandhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen langfristig zu erhalten.

Nach positiver Behandlung in der Kommission Wasserwirtschaft konnten wieder 423 Projekte in der Siedlungswasserwirtschaft mit einem Förderungsbarwert von knapp 22,3 Millionen Euro durch den Herrn Bundesminister finanziell unterstützt werden.

 

Mithilfe der Förderunsmittel können beispielsweise folgende Projekte umgesetzt werden.

Burgenland:
Die Stadtgemeinde Mattersburg investiert 850.000 Euro in die Erweiterung der Ortskanalisation zur Aufschließung von neuem Bauland. Der Abwasserverband Oberes Pinkatal wendet für die Sanierung des Hauptsammlers rund 1,7 Mio. Euro auf  und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Werterhaltung des in den letzten Jahrzehnten geschaffenen Anlagevermögens.

Kärnten:
Die Landeshauptstadt Klagenfurt investiert beispielsweise 830.000 Euro in die Sanierung der Kanalisation. In der Gemeinde Gmünd in Kärnten werden in mehreren Bauabschnitten rund 385.000 Euro für die Erweiterung der Ortskanalisation ausgegeben. Dabei werden 22 Objekte mit 88 Einwohnerwerten erstmalig abwassertechnisch erschlossen.

Niederösterreich:
In einem gemeinsamen Projekt errichten die Marktgemeinden Ferschnitz und St. Georgen am Ybbsfelde einen neuen Trinkwasserbrunnen sowie die jeweils dazugehörigen Transportleitungen. Die dafür aufgewandten Gesamtinvestitionen belaufen sich auf ca. 1,7 Mio. Euro. Durch diese Investitionen sichern die Gemeinden auch zukünftig die Trinkwasserversorgung in ausreichender Qualität und Quantität.

Oberösterreich:
380.000 Euro Förderung fließen beispielsweise in die Neuerrichtung des Wasserwerks Plesching der Linz Service GmbH. Ein weiteres Beispiel ist der Bau einer modernen Abwasserreinigungsanlage für das Hochkogelhaus der Naturfreunde Ebensee. Für dieses Projekt werden 30 % der Investitionskosten vom Bund übernommen.

Salzburg:
Der Reinhalteverband Pladenbach erweitert die bestehende Kläranlage um 4 Mio. Euro von 24.000 Einwohnerwerten auf 30.000 Einwohnerwerten inkl. einer erstmaligen Errichtung einer Klärschlammfaulung und Faulgasnutzung. In der Gemeinde Taxenbach wird für rund 830.000 Euro ein weiterer Bauabschnitt der Ortskanalisation mit einem Anschluss an den Reinhalteverband Unterpinzgau errichtet. Dabei werden 29 Objekte mit 229 Einwohnerwerten erstmalig abwassertechnisch erschlossen.

Steiermark:
Der Wasserverband Leibnitzerfeld Süd investiert rund 2,65 Mio. Euro in die Errichtung eines zentralen Hochbehälters, um die Versorgung der Mitgliedsgemeinden mit einwandfreiem Trinkwasser auch in Zukunft gewährleisten zu können. Die Marktgemeinde Bad Mitterndorf wendet für die Anpassung ihrer Kläranlage an den neuesten Stand der Technik in der ersten Ausbaustufe rund 1,4 Mio. Euro auf und leistet so einen wichtigen Beitrag zum Gewässerschutz.

Tirol:
Gut 900.000 Euro Förderung fließen beispielsweise in die Erneuerung von Kanalisationsanlagen durch Vakuumtechnik in der Gemeinde Biberwier. Ein weiteres Beispiel ist die Sanierung der Quelle zur Wasserversorgung der Kellerjoch Hütte des österreichischen Alpenvereins. Der Bund übernimmt bei diesem Projekt 30% der Investitionskosten.

Vorarlberg:
Drei Millionen Euro fließen beispielsweise in die Sanierung der Kanalisation in der Landeshauptstadt Bregenz. In der Gemeinde Gaschurn wird für rund zwei Mio. Euro die Wasserversorgung erweitert und erneuert.

Wien:
Auch für die Abwasserentsorgung wurden nachhaltige Investitionen beschlossen. Die ebswien Hauptkläranlage Ges.m.b.H. plant im Zuge des Projektes EOS - Energie-Optimierung Schlammbehandlung die Erneuerung der ersten biologischen Stufe einschließlich der Vorklärung sowie die Neuerrichtung einer Schlammfaulung inkl. Nutzung des erneuerbaren Energieträgers Klärgas zur Energieerzeugung auf der Wiener Hauptkläranlage. Für den ersten Bauabschnitt werden dafür rund 51 Mio. Euro investiert.

Veröffentlicht am 30.03.2017, Siedlungswasserwirtschaft (Abteilung IV/7)