Investitionen in unsere Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung

Von der Kommission Wasserwirtschaft wurden knapp 26,6 Mio. Euro an Förderungen für Projekte der Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung genehmigt.

Die Versorgung der Bevölkerung mit hygienisch einwandfreiem Trinkwasser und die ordnungsgemäße Entsorgung der anfallenden Abwässer haben in Österreich eine lange Tradition und bilden eine der wichtigsten Grundlagen für die Lebensqualität und den Wohlstand in allen Regionen Österreichs.

Dementsprechend wird die Errichtung der notwendigen Infrastruktur in diesem wichtigen Bereich der Daseinsvorsorge seit Jahrzehnten forciert und maßgeblich vom Bund gefördert. Auch wenn der Ausbau der Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung in Österreich bereits weit fortgeschritten ist, besteht nach wie vor ein umfangreicher Handlungsbedarf. Neben der Ersterschließung des ländlichen Raums gilt es den hohen Standard der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung durch geeignete Instandhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen langfristig zu erhalten.

Nach positiver Behandlung in der Sitzung Kommission Wasserwirtschaft konnten wieder 504 Projekte in der Siedlungswasserwirtschaft mit einem Förderungsbarwert von knapp 26,6 Millionen Euro durch den Herrn Bundesminister finanziell unterstützt werden.

 

Mithilfe der Förderunsmittel konnten beispielsweise folgende nachhaltige Investitionen beschlossen werden.

Burgenland:
Die Gemeinde Mönchhof wendet für die Sanierung ihres ca. 50 Jahre alten Wasserleitungsnetzes 945.000 Euro auf. Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft fördert das Projekt mit 19 %.

Kärnten:
Im gesamten Verbandsgebiet Millstättersee werden Siedlungsaufschließungen für rund 200 Einwohner errichtet und in der Gemeinde Millstatt zusätzlich noch schadhafte rund 50 Jahre alte Schmutzwasserkanäle saniert. Die Kosten dieser Projekte betragen knapp 500.000 Euro, wobei das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft rund 24% übernimmt.

Niederösterreich:
Die Gemeinden Zwentendorf und Atzenbrugg schließen sich in zwei miteinander koordinierten Projekten an den Abwasserverband Traisental an. Zukünftig erfolgt die Ableitung der Abwässer über Transportkanäle und Pumpwerke und werden im Anschluss in der Kläranlage des Abwasserverbandes gereinigt. Die gesamten Investitionskosten der beiden Projekte belaufen sich auf ca. 7,3 Mio. Euro. Durch den Anschluss an den Abwasserverband stellen die Gemeinden eine moderne Abwasserreinigung sicher und leisten dadurch einen wichtigen Beitrag zum Gewässerschutz.

Oberösterreich:
Für Aufschließungsmaßnahmen der Kanalisation in der Gemeinde Bachmanning stellt das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft beispielsweise ca. 125.000 Euro an Förderungsmitteln bereit. Die Erstellung eines digitalen Leitungsinformationssystem für die Wasserversorgungsanlage der Gemeinde Neumarkt im Mühlkreis wird im 4. Abschnitt wieder mit einem Förderungssatz von 50% gefördert.

Salzburg:
Knapp 1,4 Millionen Euro Förderung (entspricht einem Drittel der Gesamtinvestitionskosten) fließen beispielsweise in den Ausbau der Kläranlage Gasteinertal. Die Kläranlage wird dabei von 45.000 EW auf 60.000 EW vergrößert.

Steiermark:
Der Abwasserverband Laßnitz–Wildbach–Gamsbach investiert in die Sanierung es öffentlichen Schmutzwasserkanales der Gemeinden Deutschlandsberg und Frauental insgesamt 1,7 Mio. Euro. Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft fördert dieses Bauvorhaben mit 15 %.

Tirol:
Für die Abwasserableitung der Plumsjochhütte stellt das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft  beispielsweise ca. 80.000 Euro an Förderungsmitteln bereit. Die Erstellung eines digitalen Leitungsinformationssystem für die Wasserversorgungsanlage der Gemeinde Terfens wird mit einem Fördersatz von 50% gefördert.

Vorarlberg:
Die Wassergenossenschaft Mellau errichtet einen Trinkwasserleitungsverbund zwischen den Ortschaften Mellau – Schnepfau – Reuthe zur Sicherung der Trinkwasserversorgung. Die Kosten dieses Projektes betragen 2,08 Millionen Euro, wobei das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft 23% übernimmt.

Wien:
Die ebswien Hauptkläranlage Ges.m.b.H. plant im Zuge des Projektes "EOS - Energie-Optimierung Schlammbehandlung" die Erneuerung der ersten biologischen Stufe einschließlich der Vorklärung sowie die Neuerrichtung einer Schlammfaulung inkl. Nutzung des erneuerbaren Energieträgers Klärgas zur Energieerzeugung auf der Wiener Hauptkläranlage in mehreren Bauabschnitten. Für den nunmehr vorliegenden Bauabschnitt 2 werden dafür rund 51 Mio. Euro investiert, wobei das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft 11% übernimmt.

Veröffentlicht am 26.06.2017, Siedlungswasserwirtschaft (Abteilung IV/7)