Investitionen in unsere Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung

Von der Kommission Wasserwirtschaft wurden knapp 41 Millionen Euro an Förderungen für Projekte der Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung genehmigt.

Die Versorgung der Bevölkerung mit hygienisch einwandfreiem Trinkwasser und die ordnungsgemäße Entsorgung der anfallenden Abwässer haben in Österreich eine lange Tradition und bilden eine der wichtigsten Grundlagen für die Lebensqualität und den Wohlstand in allen Regionen Österreichs.

Dementsprechend wird die Errichtung der notwendigen Infrastruktur in diesem wichtigen Bereich der Daseinsvorsorge seit Jahrzehnten forciert und maßgeblich vom Bund gefördert. Auch wenn der Ausbau der Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung in Österreich bereits weit fortgeschritten ist, besteht nach wie vor ein umfangreicher Handlungsbedarf. Neben der Ersterschließung des ländlichen Raums gilt es den hohen Standard der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung durch geeignete Instandhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen langfristig zu erhalten.

Nach positiver Behandlung in der Sitzung der Kommission Wasserwirtschaft konnten wieder 727 Projekte in der Siedlungswasserwirtschaft mit einem Förderungsbarwert von knapp 41 Millionen Euro durch den Herrn Bundesminister finanziell unterstützt werden.

 

Mithilfe der Förderunsmittel konnten beispielsweise folgende nachhaltige Investitionen beschlossen werden:

Burgenland: Die Gemeinden Loipersbach und Schattendorf planen den Anschluss an den Wasserverband Wulkatal. Die gesammelten Abwässer werden zukünftig über ein Pumpwerk und eine ca. 3 Kilometer lange Transportleitung der Kläranlage Wulkatal zugeführt. Die Investitionskosten dieses Vorhabens belaufen sich auf rund 1,2 Millionen Euro, die zugesicherten Förderungsmittel auf 150.000 Euro.

Kärnten: Der Abwasserverband Völkermarkt-Jaunfeld plant den Anschluss von 38 Häusern im Gemeindegebiet von Völkermarkt. In den Ortschaften wird eine Trennkanalisation errichtet und die gesammelten Abwässer über Pumpwerke und Druckleitungen der Kläranlage Kohldorf zugeführt. Dadurch wird zukünftig eine moderne Abwasserbehandlung der Abwässer von 152 Einwohnern sichergestellt. Die Investitionskosten dieses Vorhabens belaufen sich auf 580.000 Euro, die zugesicherten Förderungsmittel auf 174.000 Euro.

Niederösterreich: Der Gemeindeverband Abwasserbeseitigung Raum Bad Vöslau investiert 8,1 Millionen Euro in die Erweiterung der Schlammbehandlung und Gasverwertung sowie in ein Notstromaggregat. Durch die Errichtung eines weiteren Faulturmes sowie eines Blockheizkraftwerkes wird eine höhere Gasproduktion erzielt und somit die Abdeckung des Energie-Eigenbedarfs gesteigert. Der mittlere Förderungssatz beträgt 11 Prozent, somit belaufen sich die zugesicherten Förderungsmittel auf rund 900.000 Euro.

Oberössterreich: Für Rohrnetzerweiterungen für die Trinkwasserversorgung der Bewohner der Stadt Wels stellt das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft beispielsweise rund 216.000 Euro an Förderungsmitteln bereit. Damit werden fast 1.000 Einwohner und Einwohnerinnen an die öffentliche Wasserversorgung angeschlossen. Die Erstellung eines digitalen Leitungsinformationssystems für die Abwasserentsorgungsanlage der Gemeinde Wilhering wird mit einem Förderungssatz von 44 Prozent, das entspricht 2 Euro pro Laufmeter Kanal, gefördert. Insgesamt werden 22.000 m Kanal digital erfasst.

Steiermark: Die Gemeinde Stattegg plant den Anschluss von 94 Häusern in den Siedlungsbereichen Rannach und Buch. Die gesammelten Abwässer werden über 7 Pumpwerke und ca. 10 Kilometer Leitungen an den öffentlichen Kanal der Gemeinde angeschlossen. Dadurch wird zukünftig eine moderne Abwasserbehandlung der Abwässer von 192 Einwohnern und Einwohnerinnen sichergestellt. Die Investitionskosten dieses Vorhabens belaufen sich auf rund 1,5 Millionen Euro und die zugesicherten Förderungsmittel auf 149.000 Euro.

Wien: So können mit den beantragten Förderungen beispielsweise gut 10 Kilometer Wasserleitungen saniert werden. Die entsprechenden Investitionen in der Höhe von rund 7,5 Millionen Euro werden seitens des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft mit 11 Prozent gefördert.

Veröffentlicht am 08.11.2017, Siedlungswasserwirtschaft (Abteilung IV/7)