Die Erhebung der Investitionskosten ist abgeschlossen

Die Investitionskostenerhebung 2012 für die Siedlungswasserwirtschaft ist abgeschlossen und die ersten Zahlen liegen vor.

Im Frühjahr/Sommer 2012 organisierte die Kommunalkredit Public Consulting im Auftrag des Lebensministeriums eine österreichweite Erhebung der geplanten Investitionen in den nächsten 10 Jahren für die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung.

Demnach sinken die jährlichen Investitionssummen von ca. 1000 Mio. Euro in den Jahren 2013 und 2014 auf ca. 900 Mio. Euro im Jahr 2015. In den Jahren 2016-2018 belaufen sich die Investitionen auf ca. 720 Mio. Euro jährlich. In den Jahren 2019-2021 ergeben sich jährliche Investitionen in der Höhe von ca. 600 Mio. Euro. Weiters besteht österreichweit ein hoher Investitionsbedarf der in vielen Bezirken über 1100 Euro pro Person beträgt.

Sanierung als zunehmende Herausforderung

Österreichs Gemeinden waren mit dem Ausbau der wasserbaulichen Infrastruktur im internationalen Vergleich immer Spitzenreiter. So wurden seit 1960 ca. 55 Mrd. Euro in die Errichtung von Trinkwasserversorgungs- und Abwasserentsorgungsanlagen investiert. Die Anlagen sind jedoch in die Jahre gekommen. So ist etwa ein Drittel aller Wasserleitungen  heute älter als 40 Jahre, bei den Kanälen haben etwa 13% dieses Alter schon erreicht. Wenn man davon ausgeht, dass derartige Anlagen eine durchschnittliche Lebenserwartung von 50 Jahren haben, so wird  klar, dass die Sanierung eine der zukünftigen Herausforderung sein wird. Dies schlägt sich auch in den Ergebnissen der Investitionskostenerhebung nieder, weil sich auch bei den Betreibern eine Sensibilisierung in diesen Bereich bemerkbar macht.

Investitionsschub durch Förderung

Die öffentlichen Förderungen ermöglichten, dass in der Vergangenheit die Wasserver- und Abwasserentsorgungsinfrastruktur unter Vorschreibung zumutbarer Gebühren  ausgebaut werden konnte. Ein Aussetzen der Förderungen würde bedeuten, dass notwendige Neubauten und insbesondere Sanierungs- bzw. Anpassungsmaßnahmen nur mehr eingeschränkt durchgeführt werden. Damit verbunden wären ein Qualitätsverlust, sprunghaft steigende Gebühren und ein Verlust von lokaler Wertschöpfung und lokalen Arbeitsplätzen.

Veröffentlicht am 14.03.2014, Abteilung IV/7 - Siedlungswasserwirtschaft