Generalsanierung der höchstgelegenen Schutzhütte Österreichs abgeschlossen

Mit einem Festakt wurde am 7. Juni 2016 der Abschluss der umweltgerechten Generalsanierung der Erzherzog-Johann-Hütte, der höchstgelegenen Schutzhütte Österreichs gefeiert.

Die Erzherzog Johann Hütte auf der „Adlersruh“ liegt auf 3.454 Meter Höhe und ist seit 1880 ein optimaler Stützpunkt für die Großglockner-Besteigung. Der mehr als 130 Jahre alte Steinbau wurde in mehreren Etappen über einen Zeitraum von 15 Jahre mit massiver finanzieller Unterstützung seitens des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft umweltgerecht generalsaniert.

Nach der bodenmechanischen Stabilisierung des Untergrundes und der Verankerung der Hütte wurde ein Sanitär-Zubau und in zwei Bauabschnitten eine Kläranlage in Form von Trockentoiletten und einer Tropfkörperanlage für die Reinigung der Flüssigphase errichtet.

Für die Unterbringung der Anlagen zur Energie- und Wasserversorgung wurde der sogenannte Steinbau (beinhaltet Ur-Hütte 1880) einer Generalsanierung unterzogen und damit vom Verfall gerettet.

Die neue Energieversorgung beinhaltet ein Blockheizkraftwerk mit Nutzung der Abwärme und eine Solar-Warmwasser-Anlage. Ein großer Batterieblock und die entsprechende Leistungselektronik (Wechselrichter, etc.) stellen eine ständige Stromversorgung für die Hütte sicher.

Die hygienisch einwandfreie Wasserversorgung wurde durch die Speicherung von Gletscherschmelzwasser, Niederschlagswässer und Schneeschmelze in 2 Nirosta Tanks mit anschließender UV-Desinfektion sichergestellt.

In einem letzten Schritt wurde die thermische Sanierung vorgenommen. Dabei wurden die Außenwände etappenweise abgetragen und neu aufgebaut. Dies beinhaltete die Anbringung eines ökologisch gerechten Dämmmaterials, von massiven Holzwandelementen und einer dem Standort gerechten Lerchenholz-Verschindelung.

Die Gesamtkosten für die umweltgerechte Generalsanierung beliefen sich auf rund 2,5 Mio. Euro und wurden vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft mit rund 450.000 Euro gefördert.

Veröffentlicht am 08.06.2016, Siedlungswasserwirtschaft (Abteilung IV/7)