Aufweiten statt Einengen - zeitgemäßer Hochwasserschutz unter ökologischen Gesichtspunkten in Salzburg

Moderner Hochwasserschutz bedeutet längst nicht mehr nur „Ufermauern erhöhen“, „Quereinbauten errichten“  und „Sohle eintiefen“.

Im Zuge der Umsetzung von Hochwasserschutzprojekten hat man erkannt, dass die gleichzeitige ökologische Renaturierung von Fließgewässern zu einem Win-Win-Ergebnis führt. Der geschaffene Retentionsraum im Sinne des Hochwasserschutzes ist gleichzeitig gewonnener Lebensraum im Sinne der ökologischen Funktionsfähigkeit der Gewässer!

Im Bundesland Salzburg werden schon seit vielen Jahren erfolgreich Aufweitungen zur Verbesserung des Hochwasserschutzes, aber auch zur Erfüllung der Ziele der EU-Wasserrahmenrichtlinie umgesetzt.

Unter den großen Fließgewässern zu nennen sind hier die Salzach, die Saalach, die Mur und die Enns. Die fischökologischen Begleituntersuchungen zeigen einen klaren Trend: die Maßnahmen sind tatsächlich „für die Fisch“!

In den Aufweitungen konnte zum Teil bereits ein guter ökologischer Zustand erreicht werden, wo vorher oftmals noch ein unbefriedigender bis schlechter Zustand vorlag. Klarerweise sind die Erfolge vom Fischartenspektrum abhängig. Je artenreicher ein Gewässersystem, desto umfangreicher müssen die Maßnahmen zur Erreichung eines guten Zustandes sein.

Broschüre "Ökologie im Hochwasserschutz“

Insgesamt 22 ausgewählte Projekte, bei denen notwendige Hochwasserschutzbauten mit ökologischen Maßnahmen gemeinsam umgesetzt wurden, werden in der Broschüre "Ökologie im Hochwasserschutz“ vorgestellt. Dabei stellt „Eine Reise an den Flüssen Salzburgs" die Projekte kompakt und bebildert dar.

Zu beziehen über: Schutzwasserwirtschaft Salzburg: schutzwasserwirtschaft@salzburg.gv.at

Veröffentlicht am 06.02.2017, Nationale und internationale Wasserwirtschaft (Abteilung IV/3)