Qualitätszielverordnung Ökologie Oberflächengewässer - QZV Ökologie OG

Vorgaben zur Beurteilung des ökologischen Zustands von Oberflächengewässern

Die Verordnung des Bundesministers für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft über die Festlegung des ökologischen Zustandes für Oberflächengewässer (Qualitätszielverordnung Ökologie Oberflächengewässer – QZV Ökologie OG) wurde am 29. März 2010 im BGBl. II Nr. 99/2010 kundgemacht.

In der QZV Ökologie Oberflächengewässer werden Werte für die biologischen, hydromorphologischen und allgemein physikalisch-chemischen Qualitätskomponenten des sehr guten, guten, mäßigen, unbefriedigenden und schlechten ökologischen Zustandes von Oberflächengewässern festgelegt. Die Festlegungen erfolgen typspezifisch, d.h. gesondert für Fließgewässertypen und Seentypen, die sich durch naturräumliche und biotische Faktoren zum Teil erheblich voneinander unterscheiden. Weiters enthält die Verordnung Festlegungen über den Umgang mit den Qualitätszielen im wasserrechtlichen Bewilligungsverfahren sowie darüber, welche Qualitätskomponenten bei welcher Art von Belastungen bzw. Einwirkungen zur Beurteilung des ökologischen Zustandes heranzuziehen sind.
 
Die QZV Ökologie OG ist am 30. März 2010 in Kraft getreten.

Novellierung der Qualitätszielverordnung Ökologie Oberflächengewässer, BGBl. II Nr. 461/2010:

Die Qualitätskomponente Salzgehalt ist gemäß der RL 2000/60/EG (Wasserrahmenrichtlinie) Teil der allgemeinen chemischen Qualitätskomponenten und der allgemeinen Bedingungen der physikalisch-chemischen Qualitätskomponenten. In die QZV Ökologie OG wurde daher für Fließgewässer ein Richtwert für den den Salzgehalt abbildenden Parameter Chlorid aufgenommen. Die bisherige Festlegung für Chlorid in Anlage B.3 der Qualitätszielverordnung Chemie Oberflächengewässer konnte dementsprechend entfallen.
 
Mit der Novelle erfolgte überdies eine Anpassung an die Richtlinie 2009/90/EG der Kommission zur Festlegung technischer Spezifikationen für die chemische Analyse und die Überwachung des Gewässerzustands. Diese Richtlinie enthält Mindestkriterien für Analysenmethoden und Festlegungen für den Umgang mit Analysenwerten unter der Bestimmungsgrenze bzw. Nachweisgrenze bei der Mittelwertbildung. 
 
Die Novelle, BGBl. II Nr. 461/2010 ist am 1. Jänner 2011 in Kraft getreten.

Eine konsolidierte (nicht authentische) Fassung der Verordnung steht in deutscher und englischer Sprache als Download zur Verfügung.

Erlass zur Qualitätszielverordnung Ökologie Oberflächengewässer:

Mit Erlass des Bundesministers für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft vom 22. Dezember 2011, Zl. BMLFUW-UW.4.1.4/0002-I/4/2011, werden – unvorgreiflich der unabhängigen Rechtssprechung und ohne Anspruch auf Vollständigkeit – in der Praxis aufgetretene Fragen und Problemkreise im Zusammenhang mit der Qualitätszielverordnung Ökologie Oberflächengewässer erörtert und konkrete Lösungen vorgeschlagen.

Veröffentlicht am 08.10.2014, Abteilung IV/1 - Wasserlegistik und -ökonomie