Saubere Badeseen – eine Erfolgsgeschichte

Bei fast 99 Prozent der Badestellen, die in Österreich regelmäßig untersucht werden, sind die strengen Vorgaben der EU-Badegewässer-Richtlinie eingehalten.

Fast alle der 267 Stellen werden als „exzellent“ oder „gut“ ausgewiesen, was der aktuelle EU-Bericht zur Qualität der Badegewässer zeigt.

Die Grundlage für die hervorragende Wasserqualität ist der hohe Standard der Abwasserreinigung. Bereits in den 1970er Jahren wurde begonnen, das Kanalnetz auszubauen und es wurden biologische Abwasserreinigungsanlagen eingesetzt. Damit begann die Sanierung der stark mit den Nährstoffen Stickstoff und Phosphor belasteten Seen. Der Anschlussgrad an kommunale Kläranlagen wurde von ca. 50% der Bevölkerung in den 70er Jahren auf aktuell ca. 93% ausgebaut. Der Kanalbestand Österreichs wird auf eine Länge von ca. 89.000 km geschätzt.

Die Errichtung und Erhaltung von Kläranlagen und Kanalnetzen wird überwiegend von der öffentlichen Hand gefördert und finanziert.

Innerbetriebliche Maßnahmen verringerten die Belastung der Gewässer vor allem in den 1990ern durch die Reduktion der Abgabe bestimmter Stoffe an die Umwelt. Geregelt werden diese Stoffe über Abwasseremissionsverordnungen.

Als messbarer und regelmäßig kontrollierter Erfolg konnte durch all diese Maßnahmen die Belastung der Flüsse und Seen mit kommunalen, gewerblichen und industriellen Abwässern kontinuierlich verringert werden, was zu einer deutlichen Verbesserung der Qualität der Gewässer führte.

Als weitere Schritte zur Verringerung der stofflichen Einträge in die Umwelt soll im ländlichen Raum die geordnete Entsorgung kommunaler und betrieblicher Abwässer weiter ausgebaut werden. Verpflichtende (Aktionsprogramms Nitrat) und freiwillige (Agrar-Umweltprogramm ÖPUL) Maßnahmen sollen Nährstoffeinträge aus landwirtschaftlicher Tätigkeit vermeiden (z.B. besondere Vorsicht beim Düngen in der Nähe von Gewässern, Vermeidung extensiver Bewirtschaftung von Randstreifen entlang von nährstoffbelasteten Gewässern).

Veröffentlicht am 06.06.2014, Abteilung IV/3 - Nationale und internationale Wasserwirtschaft