Badegewässer - Bericht der EU-Kommission 2015

Der aktuelle EU-Badegewässerbericht - Badesaison 2015 - wurde von der EU-Kommission veröffentlicht.

Die für die vergangene Badesaison 2015 durchgeführten Untersuchungen bescheinigen den österreichischen Badegewässern erneut eine ausgezeichnete Wasserqualität. Insgesamt wurden 265 österreichische Badestellen beurteilt.

2015 entsprachen über 99% der Badestellen den Qualitätsanforderungen der EU: 90,2% der Stellen sind mit  „ausgezeichnet“ (239 Stellen) eingestuft, 9% mit „gut“ (24 Stellen), eine (0,4%) zeigt „ausreichende Qualität“ auf. Lediglich eine weitere Badestelle weist „mangelnde Badewasserqualität“ auf (Autobahnsee Viehhausen in Salzburg).

Äußerst erfolgreich waren zwischenzeitlich die umfangreichen Maßnahmen, die zur Sanierung des Neusiedlersees bei Podersdorf und des Zicksees bei St. Andrä gesetzt wurden. Beide Stellen wurden 2013 als „mangelhaft“ ausgewiesen; in der Badesaison 2015 wurde wieder eine „ausgezeichnete Qualität“ erreicht.

Bei den Auswertungen werden jeweils die vergangenen vier Badesaisonen zur Gesamtbewertung herangezogen. Die EU-weiten Ergebnisse werden jährlich im Mai durch die EU-Kommission veröffentlicht. Im Vergleich liegt Österreich mit seinen Ergebnissen für die Badesaison 2015 an 8. Stelle (28 EU-Mitgliedsstaaten sowie Albanien und Schweiz).

Qualitätsparameter und Auswertungsmodus

Die Auswertung der Badewasserqualität erfolgt seit 2013 nach neuen Qualitätsparametern und nach einem neuen Auswertungsmodus. Zur Bewertung werden zwei neue Hygieneparameter, E. coli und intestinale Enterokokken, herangezogen. Die jährliche Bewertung der Badewasserqualität erfolgt auf Grundlage der Daten der letzten vier Badesaisonen nach vorgegebenen Perzentilmethoden. Die Qualität wird durch vier Stufen (ausgezeichnet, gut, ausreichend, mangelhaft) ausgedrückt.

Die Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben zur Badegewässerqualität obliegt in Österreich dem Gesundheitsministerium. 2009 wurden die Vorgaben der Richtlinie 2006/7/EG über die „Qualität der Badegewässer und deren Bewirtschaftung“ mit einer Novelle zum Bäderhygienegesetz und durch die Badegewässerverordnung in nationales Recht umgesetzt.

Veröffentlicht am 18.05.2016, Nationale und internationale Wasserwirtschaft (Abteilung IV/3)