Qualität der europäischen Badegewässer 2016 - Bericht der EU-Kommission

2016 wurden in Österreich 264 Badestellen untersucht. Mit über 99% der Badestellen als „ausgezeichnet“ und „gut" ausgewiesen, spiegeln die Ergebnisse eine insgesamt hervorragende Qualität der heimischen Badegewässer wider.

Im Bericht der Europäischen Kommission werden über 95% der 264 österreichischen Badestellen mit „ausgezeichnet“ bewertet, 4 % mit „gut". Nur zwei Badestellen (0,8%) weisen lediglich „ausreichende" Qualität auf. Auch im internationalen Vergleich wurden über 99% der Stellen mit „ausgezeichnet“ oder „gut“ eingestuft. Österreich liegt auf Platz 5 von insgesamt 30 Staaten (28 EU-Mitgliedsstaaten, Schweiz, Albanien) und konnte sich im Vergleich zum Vorjahr um 3 Plätze verbessern.

Die Umsetzung der Badegewässer-RL liegt in Österreich in der Zuständigkeit des Gesundheitsministeriums. Grundsätzlich erfolgt die Auswertung der Ergebnisse zur Badewasserqualität seit 2013 nach neuen, angepassten Qualitätsparametern und nach einem neuen Auswertemodus:

  • Zur Bewertung werden die zwei Hygieneparameter „E. coli“ und „Intestinale Enterokokken“ herangezogen.
  • Die jährliche Bewertung der Badewasserqualität erfolgt auf Grundlage der Daten der letzten vier Badesaisonen.
  • Die Qualitätseinstufungen beruht auf den vier Stufen „ausgezeichnet“, „gut“, „ausreichend“ und „mangelhaft“.

2016 entsprachen über 99% der 264 untersuchten Badestellen den Qualitätsanforderungen der EU. Bei zwei der Gewässer (0,8%; Asangteich bei Gmünd in Niederösterreich und Badesee Waldhausen in Oberösterreich) ergab die Auswertung der Daten eine „ausreichende" Badewasserqualität. Keine einzige Badestelle musste 2016 als „mangelhaft" eingestuft werden.

Der 2015 als „mangelhaft" eingestufte Autobahnsee in Salzburg wurde 2016 aus der Liste der Badestellen in Österreich herausgenommen, weil eine entsprechende Sanierung zu teuer wäre.

Beim Neusiedlersee bei Podersdorf und beim Zicksee bei St. Andrä im Burgenland, die beide 2013 als „mangelhaft“ eingestuft wurden, haben umfangreiche Sanierungsmaßnahmen seit 2015 eine „ausgezeichnete“ Wasserqualität nachhaltig etablieren können.

Veröffentlicht am 23.05.2017, Nationale und internationale Wasserwirtschaft (Abteilung IV/3)