Wassergüte in Österreich - Jahresbericht 2014

Mit dem Jahresbericht „Wassergüte in Österreich“ werden die neuesten Ergebnisse über die Qualität unseres Grundwassers, konkret in den Jahren 2011 bis 2013, dargestellt.

Das Grundwasser weist im Großteil Österreichs die geforderte Trinkwasserqualität auf. An einigen Grundwasserkörpern in Ostösterreich (NÖ, BGLD) treten nach wie vor häufig Schwellenwertüberschreitungen des Parameters Nitrat (Schwellenwert liegt bei 45 mg/l) auf. Dies ist mit Sicherheit auch durch die geringen Niederschläge (=geringere Verdünnung)   bzw. die hohen Grundwasseralter (bis zu 50 Jahre, tw. sogar darüber) und der damit einhergehenden zeitverzögerten Wirksamkeit von Maßnahmen bedingt. In den viehstarken Regionen im Südosten (Leibnitzer Feld, Unteres Murtal) und im oberösterreichischen Zentralraum (Traun-Enns-Platte) konnten die Nitratverunreinigungen in den letzten Jahren reduziert werden. Dort sind höhere Jahresniederschläge gegeben bzw. die Grundwasseralter (<5 bis 25 Jahre) deutlich geringer und zeigt die Maßnahmenschwerpunktsetzung im Bereich des Wirtschaftsdüngermanagements (Ausbau der Lagerstätten, Güllemanagement) bereits Wirkung.

Lokale bzw. regionale Belastungen werden zudem auch bei verschiedenen Pestizidparametern festgestellt. Großteils sind dabei bereits verbotene Substanzen (z. B. Atrazin) bzw. deren relevante Abbauprodukte (z. B. Desethyl-Desisopropylatrazin, N,N-Dimethylsulfamid) für Schwellenwertüberschreitungen verantwortlich.

Um das bereits sehr hohe Niveau unserer Grundwasserqualität halten bzw. weitere Verbesserungen erreichen zu können, wird u. a. bereits intensiv an der Fertigstellung des 2. nationalen Gewässerbewirtschaftungsplans (NGP 2015) inkl. entsprechender Maßnahmenprogramme gearbeitet.

Im Bereich der Oberflächengewässer wird in den einzelnen Untersuchungsjahren ein relativ variables Untersuchungsprogramm durchgeführt, d.h. eine zusammenfassende Darstellung über mehrere Jahre ist hierbei sinnvoller. Aus diesem Grund werden die Ergebnisse für Oberflächengewässer erst wieder in einem der folgenden Jahresberichte dargelegt.

Veröffentlicht am 12.10.2015, Abteilung IV/3 - Nationale und internationale Wasserwirtschaft