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Kosten der Elimination von Mikroverunreinigungen im Abwasser – Studie des BAFU-Bern

Neben den bisher EU-weit bzw. national geregelten Schadstoffen gelangen auch andere Stoffe in die Gewässer.

Für diese Stoffe - z.B. Pestizide, Mikroplastik, endokrin wirksame Substanzen, Arzneimittel und verschiedenste Industriechemikalien - existieren aktuell keine wasserbezogenen Umweltqualitätsziele. Über verschiedene Studien und Untersuchungen wird daher auf nationaler, vor allem aber auch auf europäischer Ebene, in den nächsten Jahren die ökologische Relevanz von derartigen Stoffen und die maßgeblichen Eintragspfade in die Gewässer untersucht werden.

Kostenschätzungen zu einer eventuell nötigen weitergehenden Abwasserreinigung gibt es in einer Studie des Bundesamts für Umwelt (BAFU) - Bern.

Basierend auf Erfahrungen von Einzelanlagen in der Schweiz und in Deutschland kann man ungefähr von Jahreskosten von ca. 0,1 Euro/m3 bei einer 250.000 EW Anlage und 0,25 Euro/m3 bei einer 25.000 EW Anlage ausgehen.

Bei einem Abwasseranfall von 150-200 l/EW/d ergibt das etwa 5-7 Euro/EW bei der großen Anlage und 15-20 Euro/EW bei der kleineren Anlage. Da bei den Einwohnerwerten auch der gewerbliche und industrielle Abwasseranteil inkludiert ist, ergeben sich schließlich Jahreskosten je Einwohner von rund 10-15 Euro bei der 250.000 EW Anlage und 20-40 Euro bei der 25.000 EW Anlage.

Insbesondere für kleinere Anlagen schwanken die bisher zur Verfügung stehenden Kostenangaben sehr. Deutlich wird aber in jedem Fall, dass die weitergehende Abwasserreinigung mit erheblichen Kosten verbunden ist.

Veröffentlicht am 29.11.2016, Abteilung IV/3 - Nationale und internationale Wasserwirtschaft